iPhone-Killer
Als Gott Eva schuf, sprach er dann stolz zu den versammelten Journalisten:
„Dies ist sie, die Adam-Killerin, Eva One!
Ich schuf sie aus der Rippe Adams.
Sie verfügt, wie Adam, über einen GamePort, der Adam und Eva zusammensteckbar und kompatibel macht.
Bis auf den Gedankenaustausch, unter Anderem bei dem Konsum von Fussball über die Device Fernseher ist Adam und Eva kompatibel. Betatester von Eva berichteten über einen so genannten Schuhtick-Bug, der Eva dazu verleitet ständig unkontrolliert Schuhe zu kaufen. Die dafür verantwortliche fehlerhafte Methode in EVA-OS haben wir noch nicht gefunden, aber in Revision X werden wir das sicherlich beseitigt haben…“?
Den Gedanken könnte man wahrlich bekommen, wenn man derzeit Twitter und so manches unterbelichtetes Käseblatt verfolgt.
Immer wieder greifen mehr oder weniger talentierte Möchtegern-Journalisten das Wort iPhone-Killer auf und zieren damit ihre Überschriften und Texte.
„Ich muss starke Worte in meinen Texten nutzen, damit mein Publikum meinen Text auch lesen mag. Ja, ich bin ein iPhonekiller-Wort-Nutzer!“
Dieser Hang zu dem starken, ja Superlativ iPhonekiller geht sogar soweit, dass jemand schreibt:
„Warum das Nexus One der iPhonekiller ist…“ und verlinkt im selben Atemzug auf einen Text, in dem der Journalist immer wieder betont, dass das Nexus One eben kein iPhone-Killer ist.
Und da für viele die Affinität der iPhonebesitzer zu ihrem Smartphone absurd erscheint, wird sogar dem iPhonebesitzer das Stockholmsyndrom angedichtet.
Warum lassen sich Leute dazu verleiten?
Weil sie sich kein iPhone leisten können?
Weil sie Apple den extremen Erfolg des iPhones nicht gönnen?
Weil sie auf eine übermächtige Konkurrenz hoffen, die derzeit nicht gegeben ist?
Apple hat bis Dato einen enormen Vorsprung und dies wird, zum Teil mit Bedauern festzustellen, noch längere Zeit so bleiben.
Der intuitive Workflow des iPhones, insbesondere das Vergrößern mit zwei Fingern, ebenso wie das Verkleinern, unterliegt einem Patent das Apple hält. Apple wird einen Teufel tun und dieses Patent von Mitbewerbern lizenzieren lassen.
Das Nexus One von Google ist kein iPhonekiller.
Es wird auch keinen iPhonekiller geben, ebenso wie es keine Killerspiele gab und je geben wird. Es wird und es gibt Mitbewerber von Apple, die erstklassige Produkte auf den Markt bringen und — diese Feststellung müssen sich diese Mitbewerber gefallen lassen — sich von dem Workflow des iPhones inspirieren haben lassen.
Das Nexus One ist ein fantastisches Gerät, wie auch der Palm Pre, allerdings fehlt der Workflow des iPhones aus oben genanntem Grund.
Für viele ist das iPhone ein Statussymbol. Für Einige war das iPhone Statussymbol und nun wird von eben diesen Leuten gegen das iPhone gewettert.
Nicht weil das Smartphone schlecht ist, sondern weil der Massenmarkt erreicht ist und Hinz & Kunz ein solches iPhone besitzt. Die Atmosphäre, die das iPhone bei den early adopters verströmte, sie ist Vergangenheit. Das Alleinstellungsmerkmal „ich habe ein iPhone“ ist dahin und genau dieses Alleinstellungsmerkmal benötigen viele für ihr Ego.
Der Massenmarkt ist aber nur von Apple erreicht worden, weil man ein Gesamtpaket schnürte.
Und eben, weil die nicht technikaffine Oma Käte mit dem iPhone sogar dem Enkel in Kanada eine EMail zu schreiben versteht – während man z.B. bei Windows Mobile oftmals erst nach mehreren Fehlversuchen sauber mit seinem Mailserver eine Verbindung bekommt.
Oma Käte interessiert es nicht, ob MMS geht – sie weiss nichtmal was MMS ist.
Oma Käte interessiert es auch nicht, ob ihr Neffe das iPhone mit iTunes oder Winamp für sie syncronisiert.
Oma Käte freut sich einfach, daß das was sie mit ihren iPhone machen will, selbst in ihrem Café um die Ecke funktioniert und, letztendlich, steckt in jedem von uns eine Oma Käte.
Dass das iPhone nicht perfekt ist, leuchtet jedem iPhonenutzer früher oder später ein. Ich selbst vermisse meinen PocketInformant von Windows Mobile und meinem alten Symbian E61 Nokia.
Aber das iPhone macht genau das, was die eigentliche Masse wünscht:
Überall ins Netz, überall erreichbar, überall Zugang zu Informationen und das auf so einfache Art und Weise, daß selbst die paar, durchaus zum Teil unnötigen, Unzulänglichkeiten nicht mehr so ins Gewicht fallen.
Soviel ist sicher, Apple wird weitere Generationen des iPhones auf den Markt bringen, welche besser als die Vorgänger sein werden und vielleicht dann, genau diese Unzulänglichkeiten beseitigen.
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12. Jan, 2010 







Über den Autor
Jedes HTC Telefon ist bereits vor Jahren ein iPhone Killer gewesen, hardwaretechnisch gesehen. Aus Sicht der Software und Handling würde ich aktuell den HTC Touch HD2 als aktuellen iPhone Killer in den Ring schicken. Er kann wie jedes andere HTC Phone auch alles was das iPhone kann aber um Längen besser.
GÄHN!
Fast jeder hat einen “iPhone-Killer”. Wenn dem nicht so sein sollte, bekommt man ihn für 5 Euro im Baumarkt. Das Ding nennt sich Hammer und ist hammerhart. Übrigens, sehr vielseitig verwendbar, ich habe einen vor 5 Minuten als Connectionhelper für einen Dübel in die Device Wand benutzt.
Es ist wurscht, wer was präferiert, Hauptsache ist, man ist glücklich mit seinem portablen Gerät.
Und alleine weil Windows Mobile drauf ist, würde ich diesen HTC nicht kaufen. Das liegt aber daran, daß gebranntes Kind bekanntlich Feuer scheut. Momentan würde ich eher, wenn kein iPhone, ein Androidsystem kaufen, was aber daran liegt, dass ich inzwischen gerne auf den Devices entwickele.
Word!!! ;-D
Eine kleine Korrektur zum Nexus One, bzw. Multitouch:
In den USA haben das Motorola Droid (Milestone) und Nexus One kein Multitouch, weil eben Apple das entsprechende Patent hat. In Deutschland sieht das aber ganz anders aus. Da hat auch das Motorola Droid (Milestone) volle Multitouch Unterstützung (auch im Browser mit diesem 2-Finger zoom) und auch das Nexus One wird in Europa Multitouch haben.
Ich bin selbst gerade dabei mir ein neues Smartphone auszusuchen und hab die Wahl zwischen einem iPhone, HTD HD2 oder Motorola Droid/Nexus One.
Auch wenn ich Windows Mobile durch das HTC Sense auf dem HD2 nicht schlecht finde, schneiden Windows Mobile Geräte allein schon wegen den fehlenden Apps aus (gut, auch da gibts nun ein Marketplace, aber mit wenigen Apps).
Das iPhone hat, um ehrlich zu sein, mittlerweile einfach beschissene Hardware. Wenn man mal das Display mit dem Motorola Droid, HTC HD2 oder gar Nexux One vergleicht, sieht das iPhone wie ein billiger MP3 Player aus. Der einzige Grund für den Kauf eines iPhones sind, meiner Meinung nach, der fast unendliche Bestand an Apps.
Deshalb werde ich wohl zu einem der beiden neuen Android Handys wechseln, Nexus One oder Motorola Droid. Da ist die Hardware entsprechend auf dem neusten Stand und es gibt schon eine ordentliche Auswahl an Apps. Außerdem hat es ein 2. sehr wichtiges Feature (das sogar Win Mobile hat, Apple aber nicht): Man kann mit dem Smartphone machen was man will, Software nutzen die man will, ohne an irgendwelche fast schon faschistischen Regelungen von Apple gebunden zu sein^^
Tja, ich hab jetzt mal milestone gekauft, und es Funktioniert sehr gut bis ich mal Apps installiere… Die kriegen zu viele rechte, sind unoptimiert, laufen ständig in hintergrund ( weil man was nicht impementiert hat) und fressen den Strom. Ich weis dass es kein generelles Android Problem ist, aber ich verstehe Apple wieso sie Offenheit ( non-App-store) und Multitasking nicht ins iPhotebooz nimmt