Google Wave(board) fürs iPhone
Bevor ich auf die eigentliche Überschrift komme – nämlich zum Test der Applikation “WaveBoard” fürs iPhone oder den iPod Touch möchte ich zunächst einmal auf Google Wave eingehen.
Google Wave basiert auf HTML5 und JavaScript und nutzt das GoogleWeb Toolkit als Grundlage. Google Wave soll sich als modernes Kommunikationsmittel entwickeln und nichts anderes sein, als der Nachfolger der populären E-Mail.
Google Wave organisiert die Kommunikationsstränge in sogenannten Waves oder Wavelets. Diese können einem oder mehreren Nutzern zugänglich sein. Es kann zu jedem Zeitpunkt die Zugriffsrechte auf die Wave neu gestalltet werden, so dass zu jedem Zeitpunkt ein Dialog in einen Gruppenchat wandelbar ist.
Jeder Beitrag kann hierarchisch kommentiert werden – und zwar überall im Beitrag. So kann gezielt auf einzelne Textpassagen geantwortet werden. Auch Bilder, Musik und Videos, Texte und Tabellen und viele weitere Dokumente lassen sich an eine Wave anhängen – viel davon sogar inline und damit inkl. einer Vorschau auf deren Inhalt.
Formattechnisch kann Google Wave all das, was eine “normale” HTML Mail auch kann:
- Listen
- Einrückungen
- Markierungen
- versch. Schreibstile und Schriftarten
- Farben und Hintergründe
Zusätzlich können noch sog. Gadgets in ein Wave eingefügt werden, so lassen sich beispielsweiße Umfragen und Positionsinformationen ganz leicht in einen Text einfügen.
Das Google Wave Fenster ist in drei Spalten aufgeteilt:
- Navigation und Kontakte
- Übersichtsfenster über die Waves mit eigener Beteiligung
- Detailansicht zur Wave
Navigation und Kontakte
Ganz links im Fenster sind die einklappbaren Menüs “Navigation” und “Kontakte”. Dort gelangt man zu den Einstellungen, den verschiedenen Postfächern, Anfragen usw. Auch eigene Folder lassen sich definieren oder auch Suchabfragen abspeichern. Im Fenster Kontakte sind alle Google Wave Kontakte seiner Kontaktliste zu sehen – mit der Information ob diese online sind oder nicht.
Übersicht über die eigenen Waves
Im Übersichtsfenster erhält man in einer Listenansicht übersicht über alle Konversation und deren Teilnehmer. Erhält man in einem der Konversationen eine neue Wave, so wird dies dort ebenfalls signalisiert.
Details zu einer Wave
Hier ist der eigentliche Editor. Hier kann eine Wave leicht und schnell kommentiert, oder eine neue Wave erstellt werden. Hier befindet sich der WYSIWYG Editor, mit dem auch Files angefügt werden können
Fazit
Für eine “Developer Preview” läuft die Wave bereits sehr stabil und fehlerarm – frei sei hier mit Absicht nicht erwähnt. Fehlerfrei kann es in einer Software nicht geben, dennoch macht Google Wave bereits jetzt einen sehr schönen Eindruck und die Bastion Google macht sich wohl tatsächlich daran, die Art und Weiße unserer weltweiten Kommunikation derart zu Verändern wie es einst nur die E-Mail schaffte. Derzeit kann man nur auf Basis von Invitations teilnehmen, die immer mal wieder unter den bereits registrierten verteilt werden oder in dem man selbst bei Google nach Einladungen anfragt. Wer das noch nicht gemacht hat, kann das hier nachholen.
Jetzt fragt ihr euch natürlich zurecht, wie das ganze nun zu AllAboutApple passt? Nunja – es gibt eine App dafür: WaveBoard.
Die App verbindet euch zu Google Wave – da der mobile Browser im iPhone nicht unterstützt wird, eine durchaus sinnvolle Aufgabe. Allerdings ist die App nicht gerade ein Geschwindigkeitswunder – so richtiges Wave-Feeling will nicht aufkommen. Trotz dieser Hürde macht die App das, was sie soll. Sie zeigt Waves an und kann Waves erzeugen.
Leider unterstützt die App zudem noch kein Push – mir ist auch nicht bekannt, ob was in der Richtung in Planung ist. Für 79ct kann man nicht allzu viel verkehrt machen, allerdings bietet WaveBoard durchaus noch Verbesserungspotential. Weitere Informationen zu WaveBoard sind auf der Webseite zu finden. Derzeit arbeitet der Entwickler an einer Push-Funktion und macht die Inbox deutlich performanter. Wenn das tatsächlich realisiert wird, dann vermag WaveBoard das zu leisten, was man sich davon erhofft und alle bisherigen schwerwiegenden Kritikpunkte wären damit behoben.
Wir freuen uns auf den nächsten Release.
Waveboard läuft auf einem iPod Touch oder iPhone mit mind. OS 3.0.




17. Nov, 2009 






